Das Blog für trnd-Projektteilnehmer: Hier gibt's die aktuellen Projektnews und Diskussionen rund um das trnd-Projekt SIMYO.


Guthaben, Dateileichen und Fairness.

Einige trnd-Partner haben gefragt, warum das Guthaben auf der simyo SIM-Karte nach 8 Monaten verfällt.

Tatsache ist, dass nach 8 Monaten nicht-benutzen nicht nur das Guthaben, sondern auch die simyo Telefonnummer verfällt. ;-) Auf diese Weise versuchen wir, verlorene SIM-Karten, inaktive Nummern und Dateileichen herauszufinden und zu bereinigen und für Fairness zu sorgen (denn auch bei inaktiven Nummern entstehen Betriebskosten und diese müssten dann eigentlich von allen simyo Kunden gemeinsam getragen werden).

Guthaben und simyo Telefonnummer verfallen auch nur dann, wenn man 8 Monate lang durchgehend (!) überhaupt nichts macht. D.h. man lädt keinerlei neues Guthaben auf, In diesem Fall gehen wir davon aus, dass der Benutzer seine simyo SIM-Karte verloren hat, oder nicht mehr benutzen will. Immerhin hat er sich seit fast einen dreiviertel Jahr nicht mehr gemeldet. Die Nummer geht dann wieder in unseren Nummernpool zurück und wird für neue simyo Nutzer freigegeben.

Ach ja: bei anderen Anbietern verfällt das Guthaben oft selbst dann nach einer gewissen Zeit, wenn man neues Guthaben auflädt. Bei uns kommt der neue Betrag einfach zum alten Guthaben dazu. Einfach eben.

trnd-Partner JoBi hat dazu noch gefragt, wie es mit dem derzeitigen Urteil des Münchner Landgerichts aussieht, nachdem Prepaid-Guthaben von Handytarifen nicht verfallen dürfen. Wie JoBi zitiert hat, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, die Unterlagen dazu sind noch nicht einsehbar. Daher können wir erst dann etwas zu dem Thema sagen, wenn die Rechtslage endgültig und verbindlich geklärt ist. Wir beobachten das weitere Verfahren allerdings sorgfältig und werden auch gegebenenfalls notwendige Entscheidungen treffen.


Diskussion


Gut zu wissen

11.05.06 um 16:36
von skvie

Ich kann mir zwar net vorstellen, dass einer sein Guthaben über 8 Monate nicht mehr aufläd & somit die Situation überhaupt eintritt.
Trotzdem mal ne Frage:
Sollte der obengenannte Fall doch eintreten, wird man dann 2 Wochen vorher oder so nochmal von Simyo benachrichtigt (z.B. E-Mail, SMS) - so dass man wieder Guthaben draufladen kann?
So kenn ichs zumindest von anderen Mobilfunk-Providern…

11.05.06 um 20:49
von Zack

@ Zack: stimmt, bei beinahe 99% Aktivierung der simyo Kunden passiert das theoretisch selten. Aber es gibt immer Fälle, in denen haben sich Leute “verkauft” ;) wollen halt jetzt was anderes, oder gar nicht mehr telephonieren… Kurz, ja, es gibt Gründe, warum es passieren könnte. Diese simyo Kunden erhalten sogenannte “White Mails”, das sind kurze Emai-Erinnerer mit Tipps, wie “Ersten abgehenden Anruf”, weil man diesen noch nicht getätigt hat, inklusive der Erläuterung, warum es wichtig ist und wie das geht …. (zur Aufladung des 10 Euro Startguthabens); weiteres Thema: “Erste Aufladung nicht getätigt” - welche Möglichkeiten bestehen (automatisch, per Lastschrift, per sms etc. und wie das funktioniert) und natürlich werden unsere simyo Nutzer frühzeitig und mehrfach daran erinnert, daß und wann sich das Ende der sechs und acht Monate nähert, dann wird informiert, daß man sie überschritten hat … und ich glaube danach nochmals….Also ahnungslos bleibt keiner - und so schnell geben wir niemanden auf…. ;)

11.05.06 um 23:00
von simyoIRA

> so schnell geben wir niemanden auf
:-)

11.05.06 um 23:32
von .rob

Ich habe da eine Sache nicht ganz verstanden.

erst steht: “Guthaben und simyo Telefonnummer verfallen auch nur dann, wenn man 8 Monate lang durchgehend (!) überhaupt nichts macht.”

und dann: “D.h. man lädt keinerlei neues Guthaben auf”

aber wenn ich doch ab und an mal telefoniere mach ich doch auch was oder? Man kann doch nicht nur beim Aufladen des Guthabens von einer Aktivität sprechen.

13.05.06 um 16:39
von konsumkind84

@konsumkind84: es geht wirklich ums Aufladen. Wenn Du ab und an mal telefonierst musst Du ja wahrscheinlich in nem halben Jahr mal wieder aufladen ;-)

13.05.06 um 21:44
von .rob

hmm… wenn die Karte wirklich acht Monate überhaupt nicht genutzt wird, find ich es schon ok wenn sie gelöscht wird… aber wie Konsumkind schon sagte, wenn man damit telefoniert hat es nichts mit inaktivität zu tun.

Was ist denn, wenn jemand das handy WIRKLICH nur hat um erreichbar zu sein, bzw um im Notfall damit zu telefonieren? Und was, wenn dieser “Notfall ” innerhalb von acht monaten nicht eintrifft?

Und selbst wenn man zwischendurch dringend telefonieren muss… simyo ist ja (auch laut eigener Aussage) so extrem günstig, dass ein 10 Euro guthaben bei einem Wirklichen Notfalltelefon länger als 8 Monate hält.

Nun ja… wenn man tatsächlich weniger als die 10 Euro in acht Monaten verbraucht, sein Handy aber stets am laufen halten will, hat man irgendwann ein hohes Guthaben auf der Karte (Mindestaufladebetrag 10 Euro, oder?). Sollte man sich dann irgendwann dazu entscheiden, dass man seine Karte nicht verlängern will, kann man sich dann das Guthaben auszahlen lassen?

Ich schätze, es gibt sehr wenig Leute die soo wenig Gebühren verbrauchen… aber ich denke dabei an Rentner, die immer öfter ein Handy haben um Hilfe holen zu können wenn sie zB stürzen… und grade in der Generation wird oft auf den kleinsten cent geschaut.

15.05.06 um 16:16
von JoBi

Und selbst wenn man zwischendurch dringend telefonieren muss… simyo ist ja (auch laut eigener Aussage) so extrem günstig, dass ein 10 Euro guthaben bei einem Wirklichen Notfalltelefon länger als 8 Monate hält.
Naja das trifft den Nagel doch auf den Kopf, der Verfall des Guthabens ist quasi eine versteckte Grundgebühr bzw. Mindestumsatz, wenn auch mit 1,66 €/Monat sehr günstig.

15.05.06 um 18:58
von quox

naja, wie Ira ja geschrieben hat, ist das auch eine Sache der Fairness. Irgendjemand muss ja die Kosten tragen, die auch bei inaktiven Nummern entstehen. Würden diese Kosten auf die aktiven simyo-Kunden umgelegt, dann fände ich das ziemlich unfair (was kann ich dafür, dass ein anderer nicht telefoniert?). Insofern finde ich die bestehende Regelung ziemlich logisch und fair.

15.05.06 um 23:28
von .rob

Warum zieht Ihr dann den Kunden, die ihre Karte nicht nutzen einfach den Betrag ab, den eine ungenutzte Karte kostet? Das ist doch bestimmt weniger als 1,66 €/Monat, denn wenn jemand nichts nutzt, wofür sollen dann Kosten entstehen? Für die virtuelle Mailbox, oder die reservierte Telefonnummer in einer Datenbank?
Fairer als die Karten und das gesamte Guthaben verfallen zu lassen, wäre aus meiner Sicht eine Nichtnutzungsgebühr, die alle 6 Monate bei nichtgenutzen Karten anfällt, so lang bis das Guthaben verfallen ist, dann muss aufgeladen werden…
Aber eigentlich geht es doch gar nicht um die Karteileichen, es geht darum, dass die Kunden zum telefonieren animiert werden und ihre Karte nicht in der Schreibtischschublade vergessen sollen.
Fairer wäre es, wenn man das den Kunden sagt, denn die Nummer mit den Betriebskosten für inaktive Karten halte ich für unglaubwürdig, zumindest was die Höhe angeht, immerhin muss jeder simyo Kunde mindestens alle 6 Monate für mindestens 10€ aufladen um die Rufnummer zu erhalten. Macht bei Nichtnutzung eine Monatsmiete für Mailbox und Rufnummer von 1,66€.

16.05.06 um 7:41
von quox

Den Vorschlag von quox finde ich gut, denn wenn man mal mehr als 10 Euro aufgeladen hat verfällt am Ende ja auch mehr und man hat effektiv ne höhere Monatsmiete. Bei ner festen Gebühr alle 6 Monate bei Nichtnutzung wär das nicht gegeben.
Ich denke aber nicht das das gemacht wird, die Netzbetreiber setzen da wohl auf die Kurzsichtigkeit der Kunden, daher auch keine monatlichen Gebühren.

16.05.06 um 10:54
von schrottt

Achja, noch was: Wenn die Kosten für das Lebendig-halten der SIM-Karte deutlich unter 1,66 Euro pro Monat liegen und dementsprechend abgezogen würden hätten die Netzbetreiber wohl ein Problem ihren Laufzeitvertragskunden zu erklären warum die GG so hoch ist. Solche Sachen wie ne richtige (kostenfreie) Hotline werden da ja gern mal vergessen.

16.05.06 um 11:05
von schrottt

nur mal als Hinweis:
bei der Prepaid Karte von o2 Loop (bzw. ebenso bei der tchibo Karte) reicht eine Aufladung in 12 Monaten und zwar in beliebiger Höhe
theoretisch reicht also 1ct/Jahr

für alle, die eine Karte als Notfallkarte und nur zwecks Erreichbarkeit haben wollen, bei denen also günstige Gesprächstarife keine wichtige Rolle spielen, ist Loop bzw. tchibo das bessere Angebot

die Antwort auf JoBi’s Frage enttäuscht: muss denn erst ein Gericht bemüht werden und die Rechtslräftigkeit eines Urteils abgewartet werden? Warum nicht einfach kundenfreundlich sein und das Geld, welches der Kunde zinsfrei dem Unternehmen geliehen hat, evtl. abzgl. einer angemessenen Bearbeitungsgebühr, im gegeben Falle auszahlen?

2.06.06 um 21:19
von otternase

[…] Fragt man per *100# das Guthaben ab, wird keine Gültigkeit mehr mit ausgegeben. E-Plus hatte den Guthabenverfall nach diversen Urteilen bereits ausgesetzt, im Prepaid-Bereich scheiterte dies jedoch noch an den technischen Voraussetzungen. So waren die Discounter gezwungen Cent-Beträge auf die Kundenkonten zu landen um einen Verfall des Guthabens zu stoppen. Offensichtlich hat man dieses Problem jetzt in den Griff bekommen. […]